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Venedig

    Stadt der 800 Treppen! Traumziel aller Verliebten, Sehnsuchtsort der ... STOP! ...waren das nicht 400 Brücken? Nunja, zugegeben... das stimmt. Aber spätestens, wenn der unerfahrene Biennale Besucher, das verliebte Paar, der Kunstliebhaber mit Reisegepäck vom Bahnhof oder Busbahnhof zum Hotel der Wahl spazieren möchte, wird die besondere Eigenart der venezianischen Brücken offensichtlich: Sie sind nicht einfach flache Verlängerungen der Fußwege (Straßen im Sinne von Autostraßen gibt es ohnehin nicht) sondern treppauf, treppab jede für sich eine kleine Aufgabe, die es zu bewältigen gilt.

    Ohne Last durch Venedig

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    Also lieber gar nicht erst mit Lasten durch Venedig laufen und bereits gleich zu Anfang ein Mehrtagesticket für einen Wasserbus (vaporetto) kaufen. Auch unbeschwert von Taschen und Koffern ist dies während des Venedig Besuchs außer per pedes eine grandiose Fortbewegungsart. Hier seien auch gleich noch die anderen Varianten der Fortbewegung zu Wasser genannt: Gondeln - nun ja, heutzutage nicht wirklich als Fortbewegung gedacht.

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    Fortbewegungsmittel in Venedig

    Als Erlebnis dagegen unschlagbar. Wassertaxis - sehr schnell und individuell. Die Fahrten sind relativ teuer, aber wenn man es eilig hat und ansonsten vielleicht seinen Rückflug verpasst... Fährboote (traghetto) entlang des Canal Grande - billig und effektiv. Sie ersparen einem oft lange Fußwege wenn man halbwegs in Luftlinie die Viertel entlang des Canal Grande wechseln will (denken Sie an die Tre... Brücken).

    Ansonsten sollte man aber den Gedanken ohnehin aufgeben, sich wie in jeder anderen Stadt mit dem eigenen Faltplan schnell zurechtfinden zu wollen. Eine Entfernung wie "Luftlinie" ist in Venedig völlig theoretisch und für den Neuling ist es reine Zeitverschwendung, eine bestimmte Sehenswürdigkeit gezielt anzusteuern. Lassen Sie sich in einem der Hauptströme (die alle irgendwie zum Markusplatz strudeln) mittreiben und wenn es Ihnen zu bunt wird, biegen Sie 50-100 m ab und Sie haben alle Ruhe der Welt (vermutlich befindet sich um die nächste Ecke ohnehin "La Fenice" oder die Rialto Brücke).

    Italienisches Flair am Marcusplatz

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    Genießen Sie italienisches Flair, kaufen Sie sich bei kleinem Geldbeutel eine leckere Handpizza oder essen Sie etwas im Stehen in einer Bar. Im Weitergehen treffen Sie auf jeden Fall wieder auf den Hauptstrom und bei entsprechender Reisekasse warten Sie mit dem Essen, bis Sie das Hauptziel erreicht haben: Der Markusplatz.

    Abends in Venedig

    Speziell abends ist es schlicht ein unvergessliches Erlebnis, wie sich die Musikergruppen der Restaurants im Freien gegenseitig respektvoll klassische Stücke zuspielen ohne sich zu stören. Auch das nicht speisende Publikum dankt es, indem es von Restaurant zu Restaurant wechselt, um der gerade spielenden Gruppe zu applaudieren, alles wohlgemerkt vor einer grandiosen Kulisse.

    "Der richtige Weg" durch Venedig

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    Mit dem guten Gewissen, das wichtigste erreicht zu haben, kann man sich dann wieder dem Strom anvertrauen. Die nächste Sehenswürdigkeit kommt bestimmt, solange man nicht alter Gewohnheit folgt und stur geradeaus in Richtung des "richtigen" Weges schaut, statt sich neugierig auf die Seitenwege einzulassen.

    Sollte es später werden, keine Sorge, Touristen sind immer noch unterwegs und immer gut gelaunt. Sie helfen sich gegenseitig, indem sie jeder in eine andere Richtung den richtigen Weg weisen. Venedig macht glücklich. Selbst die Bevölkerung Venedigs scheint das Heer der Touristen mit einer gewissen Leichtigkeit zu tragen. Das mag daran liegen, dass sie zum Großteil auf dem Festland wohnt, zum anderen ist der Tourismus aber schlicht eine unverzichtbare Einnahmequelle.

    Der Erhalt eines ständig zu sanierenden riesengroßen Kunstschatzes ist nicht leicht und so sieht man auf den zweiten Blick natürlich auch, dass die politisch-militärische und wirtschaftliche Blütezeit Venedigs schon lang vorüber ist.

    Doch selbst so wunderschöne Traditionen wie der Karneval oder die Vielfalt an Events in Verbindung mit dem Wasser schienen schon auf dem Rückzug, als Anfang der 80er Jahre eine Wiederbelebung einsetzte. Dies ist auch dem Tourismus zu danken.

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