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Dogenpalast

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Dogenpalast (Palazzo Ducale)

Der Marcusplatz und der Dogenpalast sind wohl neben der Rialtobrücke die Wahrzeichen Venedigs schlechthin. Der Dogenpalast liegt an der südlichen Verlängerung des Marcusplatzes (Piazza San Marco), der sogenannten Piazetta (also in etwa: "Plätz-lein" - alles ist relativ). Der Südflügel liegt an der Wasserseite und Heerscharen von Biennale-Besuchern wandern hier an der Promenade entlang zum Ausstellungsgelände, die Kreuzfahrer gleiten an der Palastfront vorrüber und gewöhnliche Touristen umschwärmen beständig die Südseite und den Westflügel an der Piazetta.

Der Dogenpalast in seiner jetztigen Gestalt ist trotz mehrerer Brände auf den gotischen Bau aus der Mitte des 14. Jahrhunderts zurückzuführen. Der Vorgängerbau an gleicher Stelle war zu dem Zeitpunkt für die vergrößerte Ratsversammlung zu klein geworden und so begann man zunächst mit dem Südflügel zur Wasserfront hin. Nach dem Abschluss der Arbeiten 1404 wurde die zur Piazetta ausgerichtete Westseite in gleicher Gestaltung neu errichtet, gegen Ende des Jahrhunderts folgte der Ostflügel. Die Schäden drei großer Brandkatastrophen in den folgenden Jahrhunderten wurden jedesmal unter Beibehaltung der Fassaden beseitigt, die neuen Zeiten fanden ihren Niederschlag aber im Inneren mit der zeitgenössischen Ausgestaltung der repräsentativen Räume für die Dogen und die Ratsversammlung.  

Unter Napoleonischer und später österreichischer Herrschaft wurde der Komplex Sitz verschiedener Behörden und von 1811 bis 1904 auch neuer Ort der Biblioteca Marciana, die sich eigentlich auf der gegenüberliegenden Seite der Piazetta untergebracht war. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts musste der Palast durch den neu gegründeten italienischen Staat umfassend saniert werden, 1923 wurde der Palast wieder in kommunale Hände gegeben und fortan als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Bibliothek Libreria Marciana

Das Gebäude gegenüber dem Dogenpalast ist die Libreria Marciana. Sie entstand zunächst als Bibliothek der Kathedrale von San Marco dank bedeutender privater Blibliotheksschenkungen, die erste erfolgte 1362 mit der Handschriftensammlung von Francesco Petrarca. eine weitere bedeutende 1468 durch Kardinal Bessarion. Eigentlich war mit dieser letzten Schenkung die Bedingung verknüpft, ein repräsentatives Bibliotheksgebäude zu errichten - es sollte aber noch Jahrzehnte dauern, bis hierfür Planungen aufgenommen wurden, ab 1553 war der Bau nutzbar und erst 1588 beendet (Berlin plant übrigens seit Jahren eine neue Landesbibliothek). Nach einem erneuten Intermezzo im Dogenpalast von 1811 bis 1904 hat sie (nach derzeitiger Auffassung...) ihren endgültigen Platz im angestammten Gebäude gefunden.

 

 

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