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Colosseum

Das Kolosseum ist das größte Amphitheater aus der Antike, in dem zahlreiche Gladiatorenkämpfe abgehalten wurden. Nach dem Prinzip „Brot und Spiele für das Volk“ wurde im Jahre 72 nach Christus der Bau begonnen, um das Volk bei Laune zu halten.

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 Beim Kolosseum (sein antiker Name war Amphitheatrum Novum bzw. Amphitheatrum Flavium) handelt es sich um das größte jemals in der antiken Stadt Rom erbaute Amphitheater und um den größten geschlossenen Bau der römischen Antike. Erbaut wurde das Kolosseum zwischen 72 und 80 n. Chr. erbaut. Heute ist das Kolosseum eines der Wahrzeichen der Stadt Rom. In Auftrag gab den Bau des Kolosseum Kaiser Vespasian, der nach dem Sturz von Nero die Macht in Rom übernahm. Ursprünglich sollte der Bau dreigeschossig werden. Nutzen konnte Kaiser Vespasian das Kolosseum allerdings selbst nicht mehr. Denn dieser starb 79 n. Chr.

Der Bau dauerte bis 80 nach Christus. Eine denkwürdige Eröffnung wurde dann gefeiert. Laut Überlieferung sollen 100 Tage lang Spiele, Gladiatorenkämpfe, Tierhetzen und Seeschlachten abgehalten worden sein.

Wer sich das nicht entgehen lassen wollte, konnte als Zuschauer durch eines der 80 Tore ins Innere der Arena gelangen. Einige Eingänge waren damals für privilegierte Gäste reserviert. War das Kolosseum komplett gefüllt, fasste es 50.000 Zuschauer.

Die Grundfläche kann sich ebenfalls sehen lassen. So hat das Kolosseum einen Umfang von 527 Metern und eine Höhe von 48 Meter. Damit die Tiere und auch die Gladiatoren keine Ecke hatten, um sich Schutz zu suchen, wurde das Kolosseum rund angelegt. Der Boden der Arena wurde nur mit Holzdielen abgedeckt, so konnte man sie bei Seeschlachten abnehmen und den Boden mit Wasser fluten. Erst später wurde unterirdisch ein System aus Gängen und Räumen errichtet. Hier warteten die Gladiatoren auf ihren Auftritt. Im Jahre 313 wurden die Gladiatorenkämpfe von Kaiser Konstantin endgültig abgeschafft.

Das Kolosseum oder eigentlich Amphitheatrum Flavium (nach der römischen Kaiserdynastie der Flavier, unter der es im Jahre 80 nach Christus eröffnet wurde) hat von Anbeginn seine Besucher beeindruckt - als Austragungsort spektakulärer Gladiatorenkämpfe, Tierjagden und Hinrichtungen in der Zeit seines mehr als 400-jährigen Betriebes, als schier unerschöpflicher Steinbruch im Mittelalter, dem "nur" die Hälfte der äußeren Schmuckfassade zum Opfer fiel und endlich seit dem 19. Jahrhundert auch als historisches Monument von weltweitem Rang.

Dreigeschossig geplant, gelangte noch ein weiteres Geschoss zur Ausführung, später noch bekrönt von einer hölzernen Zusatzetage. Die elliptisch geformte Arena des Colosseums konnte von hier aus mit einem Sonnensegel überspannt werden. Das Kolosseum verfügte über 80 Eingänge und ein ausgeklügeltes Treppen- und Gangsystem, so dass ein schneller Einlass (und eine schnelle Leerung) für die ca. 70.000 Zuschauer des Amphitheaters garantiert war. Um einige Feuerlöscher und eine Sprinkleranlage in den Kellergeschossen ergänzt, hätte wohl auch die FIFA nichts am Kolosseum auszusetzen gehabt.

Die Arena wurde schon bald 7 m tief unterkellert und mit einem Gewirr aus Kerkern, Versorgungsräumen, Tierkäfigen, Bühnentechnik und sogar einem unterirdischen Zugang zur nahen Gladiatorenkaserne ausgestattet.

Der Aufwand lohnte sich. Insbesondere für die Römische Kaiserzeit galten "Brot und Spiele" als wichtiges Mittel, sich das Volk von Rom mit kostenlosen Speisungen und Vergnügungen gewogen zu halten.

Nach dem Ende Roms als Hauptstadt des Römischen Reiches blieb das Kolosseum noch bis 434/435 ein Ort von Gladiatorenkämpfen und noch bis 523 fanden Tierhatzen statt. Der Abstieg Roms von einer vergnügungssüchtigen Millionenstadt zur Provinz brachte dennoch das Ende auch für das Kolosseum, es diente als Wohnraum, Befestigung, Steinbruch. Erst die Besinnung auf die frühen Christenverfolgungen und den vieltausendfachen Tod im Kolosseum der Kaiserzeit sorgten für ein Ende der Zerstörung: Papst Benedikt XIV (1740-1758) erklärte das Kolosseum zur Märtyrer-Stätte.

Eröffnet wurden das Kolosseum im Jahr 80 n. Chr. laut dem Geschichtsschreiber Cassius Dio mit 100 Tage dauernde Spielen, darunter natürlich auch Gladiatorenkämpfe, aber auch , nachgestellte Seeschlachten und Tierhetzen wurden zum Besten gegeben. Insgesamt wurden an diesen 100 Tagen 5000 Tiere in der Arena getötet. Dabei war das Kolosseum eine nicht nur architektonisch vom Aussehen her gut durchdachte Konstruktion, sondern auch was die technische Seite angeht. So gab es zum Beispiel 80 Eingänge. Heutige Stadien können davon nur träumen. Dadurch wurde aber damals garantiert, dass die Zuschauer schnell auf direktem Weg zu ihrem Platz gelangten. Allerdings waren vier dieser Eingänge für die oberste Schicht gedacht, also für Kaiser, Senatoren und die Vestalinnen sowie für die männlichen Priester. Diese saßen auch auf einem abgesicherten Podium am Rand der Arena. Im Kolosseum befanden sich jede Menge Treppen, die zum Teil aus Marmor gefertigt waren. Diese führten das Publikum auf die höheren Geschosse. Berechnungen zufolge fanden im Kolosseum rund 50.000 Menschen Platz. Frauen der unteren Schicht mussten hierbei grundsätzlich stehen. Für sie gab es Stehplätze auf einer Holzkonstruktion. Diese befand sich auf dem obersten Geschoss.

Von den Abmaßen her hatte das Kolosseum eine Breite von 156 m und eine Länge von 188 m. Der Umfang betrug 527 m, die Höhe 48 m. Auch der Boden der Arena war elliptisch und hatte eine Breite von 54 m und eine Länge von 86 m. Diese runde Form verhinderte effektiv, dass Gladiatoren und die zum Tode Verurteilten aber auch die gehetzten Tiere sich in eine Ecke verkriechen konnten. Aber die Ellipsenform der Arena erlaubte es allen Zuschauern auch, sich näher am Geschehen zu befinden und alles sehen zu können. Der Boden der Arena war im Übrigen mit Holzbohlen versehen. Diese konnten bei Bedarf entfernt werden. Darunter befand sich nicht nur das 7 m dicke Fundament, sondern auch die Kellerräume. Schatten spendete im damals auch häufig sonnigen Rom ein Sonnensegel, das auf dem Obergeschoss durch Mastbäume gehalten wurde.

Was heute vom Kolosseum noch übrig ist, lässt nur erahnen, wie prächtig dieses einmal ausgesehen haben muss. Denn das Kolosseum bestand aus drei übereinander angeordneten Arkadenreihen mit je 80 Bögen. Diese Arkaden wurden durch Halbsäulen gegliedert, und zwar in drei Stilen. Von unten nach oben im dorischen, im ionischen und im korinthischen Stil. Auch ein viertes Geschoss wurde schließlich noch auf Wunsch von Vespasians Sohn Titus den drei Rundbogengeschossen hinzugefügt. Dieses war nicht von Arkaden durchbrochen. Sie waren nur von rechteckigen Fensternischen durchbrochen.

Heute kann man Rom unmöglich besuchen, ohne einen Blick darauf geworfen zu haben - und sei es auch nur als Titelbild auf einem der Bildbände zum antiken Rom, die von den allgegenwärtigen ambulanten Händlern angeboten werden. Warum es also nicht lieber gleich von innen besehen?

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