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Übersicht
- Rom
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Im Frühjahr oder Herbst zeigt
sich die ewige Stadt
von ihrer angenehmsten Seite.
Besucher sind überwältigt
vom touristischen Angebot, das Rom
zu bieten hat. Mit einigem Tempo können
die wichtigsten Punkte Roms innerhalb
eines Tages besichtigt werden, da sie
im Zentrum der Stadt nahe beieinander
liegen. Ein paar Tage mehr jedoch geben
einem die Gelegenheiten, in einem Straßencafé
bei Eis oder Kaffee oder im Stadtpark
eine Pause zu genießen.
Das historische Zentrum
der Stadt bietet eine ganze Reihe von
Renaissancebauten sowie
ein unübersehbares Labyrinth aus
engen, Kopfstein gepflasterten Gassen.
Zwischen den alten Bauten mischen sich
edle Boutiquen, quirlige Restaurants
und eine Kulisse aus Autos und Mopeds.
Angrenzenden befindet sich das Roma
Antica mit dem Colosseum
und dem Foro Romano,
mit den Überresten aus Tempeln,
edlem Marmor und Triumphbögen.
Auf der anderen Seite des Tibers,
liegt die Vatikanstadt
– der Sitz des Papstes und das
Künstlerviertel Trastevere mit
seinen zahlreichen Trattorias und kleinen
Weinbars.
Ohne Geschichte kommt man in Rom
nicht aus und für die Ewige
Stadt beginnt sie im Mythologischen
Dunkel des Jahres 753 vor Christus,
als der Sage nach Romulus
und Remus Rom gründeten.
Als Kleinkinder ausgesetzt, wurden sie
von einer Wölfin großgezogen,
zweite Großtat der Wölfin
war, sich dann auch noch als Symbol
für Rom zur Verfügung zu stellen.
Rom steht in der Antike auch als Synonym
für das Römische Reich, das
als Königreich in etruskischem
Umfeld begann, im 5. Jahrhundert vor
Christus zur Republik wurde und mit
Kaiser Augustus, dem
Adoptivsohn Cäsars,
kurz vor der Zeitenwende zum Kaiserreich
umgebaut wurde. So blieb es bis zum
Untergang, der mit der Spaltung des
Reichs in Westrom (Ravenna) und Ostrom
(Konstantinopel) einsetzte
und mit den Überfällen von
Goten, Vandalen und Burgundern die ehemalige
Millionenstadt auf 20.000 Einwohner
zurückwarf. Die meisten der antiken
Gebäude verfielen oder wurden als
Steinbruch benutzt, wenn sich nicht
gerade eine Kirche oder Wohnung draus
machen ließ. Colosseum,
Circus Maximus,
Forum Romanum und die Kaiserforen
mit Triumphbögen, Tempeln und Marktgebäuden,
die großen Thermenkomplexe der
Kaiser Caracalla und Diokletian und
zahlreiche andere Überreste zeugen
von dieser Blütezeit.
Neue Bedeutung und Größe
erlangte Rom erst wieder durch die Funktion
als Sitz des Papstes
und durch die Etablierung als Wallfahrtsort
(an Märtyrern war genau hier kein
Mangel, wo ungezählte Christen
als Volksbelustigung getötet worden
waren). Karl der Große
ließ gar im Jahre 800 mit seiner
Krönung in Rom das "Heilige
Römische Reich" wieder auferstehen.
Ausdruck der neuen Macht und geistigen
Bedeutung sind die prächtigen Kirchenbauten
Roms besonders aus Renaissance
und Barock. Neben zahlreichen
mehr oder weniger bedeutenden Bauten
sind es allen voran die Basiliken und
hier wieder der Petersdom
die den Besucher einfach nur stauen
lassen. Aus dieser Zeit stammen aber
auch durchaus repräsentative weltliche
Gebäude, zumeist die Paläste
der großen Familien, die auch
die Päpste stellten. Politisch
weltliche Bedeutung erhielt Rom wieder
mit der Loslösung der italienischen
Kleinstaaten von ausländischen
Einflüssen und dem Abschluß
der Einigung Italiens 1870/71.
Heute ist Rom wieder eine pulsierende
Millionenstadt, mit allen Außenbezirken
ein wahrer Moloch. Sicherlich, keine
Straße, deren Überquerung
nicht einem Selbstmordversuch zu gleichen
scheint, kein Platz der nicht mit Autos
zugeparkt wäre, keine noch so enge
Gasse, in der nicht noch Raum für
abgestellte Motorroller wäre. Dennoch
ist letztlich gerade das Zentrum eine
Zusammenballung an Sehenswürdigkeiten,
die sich zu Fuß am besten erschließt.
Man könnte eine grobe Einteilung
vornehmen in Antikes - Kirchen - Plätze.
Von allem begegnet auf Schritt und Tritt
eine ausgewogene Mischung, die Lücken
sind mit Bars, Restaurants und Shops
ausgefüllt. Kein Grund also, sich
über den Verkehr zu beklagen. Wer
sich nicht allein über die Straße
traut, kann sich mit anderen zusammentun
oder eine Ampel benutzen (Römische
Autofahrer respektieren die Gesundheit
anderer durchaus und sie halten sich
- anders als die neapolitanischen -
an Grünphasen). Längere Strecken
kann man auch mit den preiswerten Bussen
zurücklegen (Tickets an den zahlreichen
Kiosken und Tabakläden), aber auch
hier sollte das Erlebnis im Vordergrund
stehen. In weiser Einsicht in die römischen
Verkehrsverhältnisse und die Mentalität
der Busfahrer wird auf Fahrpläne
ohnehin verzichtet. |
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