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Das Kolosseum oder eigentlich
Amphitheatrum Flavium (nach der römischen
Kaiserdynastie der Flavier, unter der es im Jahre 80 nach
Christus eröffnet wurde) hat von Anbeginn seine Besucher
beeindruckt - als Austragungsort spektakulärer Gladiatorenkämpfe,
Tierjagden und Hinrichtungen
in der Zeit seines mehr als 400-jährigen Betriebes,
als schier unerschöpflicher Steinbruch im Mittelalter,
dem "nur" die Hälfte der äußeren
Schmuckfassade zum Opfer fiel und endlich seit dem 19.
Jahrhundert auch als historisches Monument
von weltweitem Rang.
Dreigeschossig geplant, gelangte noch ein weiteres Geschoss
zur Ausführung, später noch bekrönt von
einer hölzernen Zusatzetage. Die elliptisch geformte
Arena des Colosseums konnte von hier aus mit einem Sonnensegel
überspannt werden. |
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Das Kolosseum verfügte
über 80 Eingänge und ein ausgeklügeltes
Treppen- und Gangsystem, so dass ein schneller Einlass
(und eine schnelle Leerung) für die ca. 70.000
Zuschauer des Amphitheaters garantiert war. Um
einige Feuerlöscher und eine Sprinkleranlage
in den Kellergeschossen ergänzt, hätte wohl
auch die FIFA nichts am Kolosseum auszusetzen gehabt.
Die Arena wurde schon bald 7 m tief unterkellert
und mit einem Gewirr aus Kerkern, Versorgungsräumen,
Tierkäfigen, Bühnentechnik und sogar einem unterirdischen
Zugang zur nahen Gladiatorenkaserne ausgestattet.
Der Aufwand lohnte sich. Insbesondere für die Römische
Kaiserzeit galten "Brot und Spiele"
als wichtiges Mittel, sich das Volk von Rom mit kostenlosen
Speisungen und Vergnügungen gewogen zu halten.
Nach dem Ende Roms als Hauptstadt des Römischen
Reiches blieb das Kolosseum noch bis 434/435
ein Ort von Gladiatorenkämpfen und noch bis 523 fanden
Tierhatzen statt. Der Abstieg Roms von einer vergnügungssüchtigen
Millionenstadt zur Provinz brachte dennoch das Ende auch
für das Kolosseum, es diente als Wohnraum, Befestigung,
Steinbruch. Erst die Besinnung auf die frühen Christenverfolgungen
und den vieltausendfachen Tod im Kolosseum der Kaiserzeit
sorgten für ein Ende der Zerstörung: Papst
Benedikt XIV (1740-1758) erklärte das Kolosseum
zur Märtyrer-Stätte.
Heute kann man Rom unmöglich besuchen,
ohne einen Blick auf das Kolosseum geworfen zu haben -
und sei es auch nur als Titelbild auf einem der Bildbände
zum antiken Rom, die von den allgegenwärtigen ambulanten
Händlern angeboten werden. Warum es also nicht lieber
gleich von innen besehen? |
>> zur Rom 360° City Tour
(mit 360° Bild vom Kolosseum)
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